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Englisch-Vokabeln lernen, die bis zur Arbeit und darüber hinaus sitzen

Wie Ihr Kind Englisch-Vokabeln so lernt, dass sie bis zur Arbeit und darüber hinaus sitzen: kleine Mengen, Wiederholen mit Abstand, im Satz üben.

Englisch-Vokabeln bleiben am besten hängen, wenn Ihr Kind wenige Wörter auf einmal lernt, sie aus dem Kopf abruft statt sie nur durchzulesen, mit wachsendem Abstand wiederholt und jedes Wort in einem Satz verwendet. Zehn Minuten am Tag mit diesen vier Regeln bringen mehr als eine Stunde am Abend vor dem Vokabeltest.

Unten finden Sie einen einfachen Wiederholungsplan, typische Stolpersteine und Hinweise, wie Sie beim Abfragen helfen, ohne dass es zum Streit kommt.

Warum lange Listen so wenig bringen

Viele Kinder lernen Vokabeln, indem sie die Liste im Buch mehrmals durchlesen. Danach fühlen sie sich sicher, denn die Wörter kommen ihnen bekannt vor. Im Test müssen sie das Wort aber selbst hervorholen, ohne Liste. Wiedererkennen und Abrufen sind zwei verschiedene Dinge, und nur das Abrufen wird im Test gebraucht.

Dazu kommt das Vergessen. Was am Abend vor dem Test gelernt wird, ist in der Woche danach zu einem großen Teil wieder weg. Für die Klassenarbeit einige Wochen später und für den Unterricht im nächsten Jahr bleibt wenig übrig.

Vier Regeln, die beim Behalten helfen

1. Kleine Mengen

Lernen Sie mit Ihrem Kind nicht die ganze Unit auf einmal, sondern etwa zehn neue Wörter pro Tag. Neue Wörter kommen erst dazu, wenn die vorigen halbwegs sitzen.

2. Aus dem Kopf abrufen

Ihr Kind deckt die englische Seite ab, liest das deutsche Wort und sagt oder schreibt das englische, erst danach wird verglichen. Karteikarten eignen sich dafür besonders gut: vorn Deutsch, hinten Englisch, und nach ein paar Tagen auch umgekehrt.

Wichtig ist, ehrlich zu sortieren. Was sofort und richtig kam, gilt als gewusst. Was lange gedauert hat oder halb richtig war, gilt als unsicher und kommt bald wieder.

3. Wiederholen mit wachsendem Abstand

Ein Wort, das heute sitzt, sollte nach einem Tag wieder drankommen, dann nach einigen Tagen, dann nach etwa einer Woche, später nach einigen Wochen. Mit jeder erfolgreichen Wiederholung wird der Abstand größer. Fällt ein Wort heraus, beginnt es wieder vorn.

Ein bewährtes Werkzeug dafür ist ein Karteikasten mit mehreren Fächern. Neue Karten stehen im ersten Fach, das täglich drankommt. Jede gewusste Karte rutscht ein Fach weiter nach hinten, und die hinteren Fächer kommen seltener dran. Eine nicht gewusste Karte geht zurück ins erste Fach.

4. Im Satz verwenden

Ein Wort allein vergisst man schneller als ein Wort in einem Satz. Ihr Kind schreibt zu jedem neuen Wort einen eigenen kurzen Satz, am besten über etwas aus seinem Alltag. Bei Verben lohnt sich der Satz in der Vergangenheit, damit die unregelmäßigen Formen gleich mitgeübt werden.

Laut sprechen hilft zusätzlich. Wer ein Wort einmal ausgesprochen hat, erkennt es beim Hören leichter wieder.

Ein Wochenplan für Vokabeln

So kann eine Woche aussehen, wenn am Freitag in einer Woche ein Vokabeltest ansteht:

TagNeue WörterWiederholung
Montagzehn Wörter, mit eigenem Satzentfällt
Dienstagzehn Wörterdie Wörter vom Montag
Mittwochzehn WörterDienstag, unsichere vom Montag
DonnerstagRest der ListeMittwoch, unsichere vom Montag und Dienstag
Freitagkeinealle Wörter der Woche, aus dem Kopf
Samstagkeinenur die unsicheren Wörter
folgende Wochekeinejeden Tag kurz die unsicheren, am Donnerstag alles

Zehn Minuten pro Tag reichen. Nach dem Test werden die Wörter nicht weggelegt, sondern kommen mit größerem Abstand weiter dran.

Typische Stolpersteine im Englischen

Manche Wörter sehen deutschen Wörtern ähnlich, bedeuten aber etwas anderes. Diese sogenannten falschen Freunde lohnen eine eigene Karteikarte:

  • become heißt „werden“, nicht „bekommen“. Bekommen heißt „get“.
  • also heißt „auch“, nicht „also“. Also heißt „so“ oder „therefore“.
  • actual heißt „tatsächlich“, nicht „aktuell“. Aktuell heißt „current“.
  • sensible heißt „vernünftig“, nicht „sensibel“. Sensibel heißt „sensitive“.
  • chef heißt „Koch“, nicht „Chef“. Chef heißt „boss“.

Auch die Schreibweise braucht Übung. Wörter wie „because“, „friend“ oder „which“ werden oft so geschrieben, wie man sie hört. Hier hilft es, das Wort beim Abfragen aufschreiben zu lassen, nicht nur zu sagen.

Wenn Wörter immer wieder herausfallen

Manche Wörter landen bei jeder Wiederholung wieder im ersten Fach. Für sie lohnt sich ein zweiter Zugang:

  • Wortfamilien bilden. Wer „happy“ kennt, lernt „unhappy“ und „happiness“ leichter mit. Ihr Kind schreibt verwandte Wörter auf dieselbe Karte.
  • Feste Verbindungen lernen. Im Englischen heißt es „make a mistake“, nicht „do a mistake“, und „take a photo“. Solche Paare werden zusammen gelernt, nicht als einzelne Wörter.
  • Ein Bild oder eine Eselsbrücke. Eine kleine Zeichnung auf der Karte oder ein eigener Merksatz hilft bei Wörtern, die sich nicht an etwas Bekanntes hängen lassen.
  • Gegensätze nutzen. „cheap“ und „expensive“, „borrow“ und „lend“: Paare, die oft verwechselt werden, stehen auf einer gemeinsamen Karte.

So helfen Sie beim Abfragen

Vokabeln abfragen ist eine der Stellen, an denen Eltern gut helfen können, auch ohne gute Englischkenntnisse. Damit es nicht zum Streit kommt:

  • Ihr Kind entscheidet, ob es abgefragt werden möchte. Bieten Sie es an, statt es anzuordnen.
  • Kurz und regelmäßig. Fünf Minuten beim Abendessen sind besser als eine halbe Stunde am Sonntag.
  • Ohne Kommentar korrigieren. Ein ruhiges „Das richtige Wort ist …“ reicht. Seufzer und „Das hatten wir doch schon“ helfen nicht.
  • Unsichere Wörter markieren. So weiß Ihr Kind, welche Wörter morgen wieder drankommen.
  • Auch mal umgekehrt. Lassen Sie sich von Ihrem Kind abfragen. Das macht Spaß und zeigt, wie viel es schon kann.

Vor einer Englischarbeit gehören neben Vokabeln auch Grammatik, Lesen und Schreiben in den Plan. Wie Sie die Woche davor aufteilen, steht im Artikel Klassenarbeit vorbereiten. Für die Oberstufe beschreibt der Artikel Abitur-Lernplan, wie Wortschatz über Monate wiederholt wird.

Vokabeln lernen mit Eduvant

In der Eduvant-App legt Ihr Kind Karteikarten an, auch aus Wörtern, die es beim Üben speichert. Die App sagt jeden Tag, welche Karten heute dran sind, und Karten, die Ihr Kind gewusst hat, kommen mit wachsendem Abstand wieder. Im Bereich Sprachen, der in den Tarifen enthalten ist, gibt es für Englisch, Französisch und Spanisch Wörter und Wendungen zum Üben, Hörtexte mit einer KI-Stimme und Übungen zum Sprechen.

Mehr über die App aus Sicht Ihres Kindes steht auf der Seite Nachhilfe für Klasse 5 bis 13.

Nachhilfe mit Plan, ab dem 1. November

Die Nachhilfe-App zeigt Ihrem Kind den nächsten Schritt, ein Lerncoach plant auf Wunsch mit. Tragen Sie sich in die Vormerkliste ein, dann schreiben wir Ihnen zum Start.